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Prävention überregional aktiv! |

Um Jugendlichen mit Risikokonsum zu helfen, bevor sie süchtig werden,
arbeiten Jugend- und Sozialarbeiter, Lehrer und engagierte Menschen aus
Vereinen und Gemeinden eng miteinander zusammen.
Einer
Drogenbande, die im Großraum Bludenz und Montafon Marihuana, Ecstasy-Tabletten,
Rauschpilze und Kokain in Umlauf brachte, wurde vor einiger Zeit das Handwerk
gelegt.
Betroffen sind auch 97 junge Drogenkonsumenten, die angezeigt wurden.
Um Jugendlichen mit Risikokonsum zu helfen, bevor sie süchtig werden,
arbeiten Jugend- und Sozialarbeiter, Lehrer und engagierte Menschen aus
Vereinen und Gemeinden eng miteinander zusammen.
„Neben Vorträgen und Beratungen wurden eine Reihe an
(Weiterbildungs-)Angeboten im Bereich der Schule, Eltern- und
Jugendarbeit sowie der Biographiearbeit und Eventbegleitung entwickelt
und in zahlreichen Gemeinden durchgeführt“, erläutert Mag. Karl-Heinz
Marent, Projektleiter von Supromobil. Supromobil – vor drei Jahren im
Auftrag des Landes gegründet - organisiert diese Zusammenarbeit und
unterstützt langfristige Präventionsprojekte vor Ort.
„Wichtiger Partner“
Supromobil arbeitet eng mit der landesweit aktiven Präventionsstelle
Supro – Werkstatt für Suchtprophylaxe und mit den
Drogenberatungsstellen vor Ort („Do it yourself“ und „Clean Bludenz“)
zusammen. „Ein weiterer wichtiger Partner ist für uns die Jugendarbeit.
So können wir gezielt auf das Interesse und die Bedürfnisse der
Bevölkerung reagieren. Eine drogenfreie Gesellschaft wird es trotz
alledem nie geben. Wir können nur versuchen zu bewirken, dass es
weniger echte Suchtkarrieren gibt und dass Jugendliche über ihren
Drogenkonsum nachdenken“, so Marent. Neben dem Interesse von
Jugendlichen und Eltern brauche es laut Marent vor allem die Stärkung
der bestehenden Strukturen und mehr vernetztes Denken der
Jugendeinrichtungen.
„Freizeit sinnvoll gestalten“
Schruns (JR) „Die Gemeinde Schruns hat mit dem Jugendtreff eine
Struktur geschaffen, die es Jugendlichen ermöglicht, ihre Freizeit
sinnvoll zu gestalten“, so der neue Schrunser Jugendarbeiter Daniel
Furxer.
Gemeinsam mit den Jugendlichen veranstaltete der Vorstand des Vereins
‚Offene Jugendarbeit Montafon’ Aktivitäten wie Tischfußballturniere,
Karaokeabende oder das Bemalen der Wände des Jugendtreffs. Aber auch
ein Austausch zwischen jugendlichen Asylbewerber und einheimischen
Jugendlichen im Rahmen eines längerfristigen Projekts ist in Planung.
Seit der Jugendtreff am 5. Februar dieses Jahres eröffnet hat, haben
sich die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung für die Montafoner
Jugendlichen grundlegend verbessert, so Furxer. In einem nächsten
Schritt geht es jetzt darum, die einzelnen Jugendtreffs im Montafon
weiter zu vernetzen. Daniel Furxer dazu: „Nur so kann auch sinnvoll
Suchtvorbeugung betrieben werden. Ein wichtiger Ansprechpartner ist und
bleibt dabei Supromobil.“
Überregional aktiv
Bludenz (JR) „Wir sind in Bludenz in der glücklichen Lage, dass wir
aufgrund einer funktionierenden Jugendarbeit und der AG Oberland, die
ihren Schwerpunkt in der Jugendsozialarbeit hat, präventiv aber vor
allem auch wenn es einmal kriselt schnell reagieren können“, sagt der
Jugendreferent der Stadt Bludenz, Oliver Mössinger.
Er verweist dabei auf einige überregional durchgeführte Projekte des
Jugendreferats wie den INSIDER Drink, das Jugend-Nachttaxi, die INSIDER
Zeitschrift und nicht zuletzt die neu geschaffene Jugendservicestelle
in der Bludenzer Innenstadt. Die AG Oberland mit 13 Einrichtungen der
Jugend- und Sozialarbeit aus dem Oberland habe sich vergangene Woche
getroffen und sich unter anderem auch über die aktuellen Situation im
Montafon ausgetauscht, so Mössinger abschließend.
Mehr Informationen unter www.bludenz.at/jugend.
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